Statuts de la Chevalerie de la Cité sainte

Fonds Kloss (La Haye) — copie du 15 décembre 1848, p. 34-37

Transcription du texte allemand, traduction française, notes

Conventions : orthographe de l’époque conservée ; signes du manuscrit conservés (Br⸬, exposants, ꝛc.) ; mots barrés signalés en note ; lectures incertaines entre [?] ; indications de page entre crochets.

I. Texte allemand

[p. 34]

Abschrift von Meyers Autographo etsi [?]1

J.M.J

Statuten des Ritterthums der heiligen Stadt.2

1En-tête repris du brouillon de travail. Le mot luetsi reste illisible : le latin « bien que » n’a pas de sens à cet endroit.

2Le u de Ritterthums porte le crochet habituel du Kurrent (signe distinctif du u), qu’il ne faut pas confondre avec un tréma. Le brouillon lisait à tort das Rittertüm.

§. 1.

Das Ritterthum der heiligen Stadt ist erwachsen aus dem Tempelsystem der Freymaurerey, indem dieses durch den Wilhelmsbader Convent im Jahr 1782 aufgehoben, dagegen festgesetzt wurde, daß auf die drey Johannisgrade, als die alte Grundlage der Maurerey, und auf den jüngeren vierten oder schottischen Grad, als deren symbolische Nachfolgung, ein bloß nominaler und historischer Rittergrad zur Einführung in das Innere des Ordens folgen solle. Dieses System heißt das der rectificirten Freymaurerey, und wird in unserem Vereine anerkannt.

§. 2.

Der Rittergrad hat weder den für immer abgeschafften Zweck der Wiederherstellung des Tempelordens, noch soll er Bilder und Schatten der Weisheit vor Augen stellen, welches den drey symbolischen Graden überlassen bleibt. Diese Hieroglyphen werden im Ritterorden als ein von weisen Vätern ererbtes Lehrbuch betrachtet; ihm selbst aber ist nichts Bildliches eigen, als sein Name und dessen Zubehör. Derselbe erklärt sich näher aus der Devise des Ordens, die seine Regel enthält und also heißt: Sumus equites benefici civitatis sanctae, religionis Christianae strenui defensores, fidem, spem et caritatem colentes. Der Name der wohlthätigen Ritter der heiligen Stadt ist derjenigen Provinz, von welcher unser Verein abstammt, auf dem Wilhelmsbader Convent insonderheit zugestanden worden, und wird von uns ferner beybehalten.

§. 3.

Gleichwie die ganze rectificirte Freymaurerey auf das Erkenntniß des wahren Christenthums, nach Inhalt der israelitisch-christlichen Offenbarungsurkunde, gebaut ist: so hat ein Ritter der heiligen Stadt, obiger Regel gemäß, deren Vorschriften und vorzüglichsten Zweck zu beherzigen, Glauben, Liebe und Hoffnung zu üben, die erhabene Religion Jesu Christi mit Muth und Klugheit zu vertheidigen und auszubreiten, und mit Geduld und in guten Werken, und im Vertrauen auf den einzigen Heiland, unablässig zu ringen nach der Bürgerschaft jener ewigen Stadt, in welche nichts Unreines eingehen kann. Dieses ist seine praktische Aufgabe, welche ihm erleichtert, veredelt und erhöhet werden soll durch weise Eröffnungen und gemeinschaftliches Forschen in den Geheimnissen heiliger Erkenntniß und Wissenschaft. Einen andern Zweck hat unsere Maurervereinigung nicht, und alles, was man diesem Zwecke fremder Weisheit einmischt, ist als verbotener Zusatz auszuschließen.

§. 4.

Dieses Ritterthum ist daher seiner Bestimmung nach eine theosophische Schule im umfassendsten Sinne des Worts, welche an sich, und abgesehen von den persönlichen Verhältnissen der einzelnen Mitglieder, mit der ritualen Freymaurerey weiter nichts als die Kunde dieser, so wie den historischen Ursprung gemein hat. Ihre Thür soll zwar vorzüglich würdigen Mitgliedern jenes äußern Ordens, oder die ehemals durch dessen symbolische Grade gewandert sind, offen stehen ; es können aber auch andere Personen, die nur dem Namen nach profan, dagegen von gereinigter Gesinnung sind, und Neigung zu einem solchen Wissen besitzen, darin aufgenommen werden. Diesen werden alsdann nach ihrer wirklichen Aufnahme in das Ritterthum die vier symbolischen Grade der Freymaurerey nach dem rectificirten Systeme schriftlich mitgetheilt. Der Obervorsteher unsres Vereins wird ersucht, dafür Sorge zu tragen, daß dieses auf eine Weise geschehe, welche er der gesetzlichen Ordnung der Freymaurerey, hinsichtlich der Befugniß Maurer aufzunehmen, oder Grade zu ertheilen, für angemessen erachtet. Da wir nicht sowohl Geheimnisse zu geben, als zu suchen und zu prüfen wünschen, so sind besonders wirkliche Forscher willkommen, welche die Idee in brüderlicher Vereinigung zu vervollständigen vermögen.

§. 5.

Der Rittergrad zerfällt in zwey Untergrade, in den des Novizen und des Ritters, für welche schriftliche Instructionen aus der Zeit des Lyoner und Wilhelmsbader Convents auf uns gekommen sind. Daß sie sich ausdrücklich an die bildlichen Grade der Freymaurerey anreihen, beruht auf der Herkunft unseres Institutes; der Ritter der heil. Stadt, welcher aber deßwegen nach dem vorigen §. Kenntniß von diesen Graden haben oder empfangen muß, kann aber, als solcher, nicht für ein Logenmitglied angesehen werden oder sich in dieser Eigenschaft geltend machen. Auf den Novizen- und Rittergrad folgt eine kleine und eine große Profession, als gleichmäßig überlieferte1 Instructionen. Der Inhalt aller dieser und anderer Mittheilungen ist für das Nachdenken des Aufgenommenen empfehlungswürdig2, aber für seine Ueberzeugung nicht bindend, sofern solcher nicht auf unumstößliche Wahrheiten des christlichen Glaubens oder auf unläugbaren Thatsachen beruht.

1Lecture établie sur agrandissement : überlieferte, écrit en deux groupes (überlie- ferte) ; les lectures ähnliche hohe sont à écarter. gleichmäßig signifie ici « pareillement » : le texte parle de la transmission des Professions, parvenues comme les instructions de Novice et de Chevalier depuis l’époque des Convents de Lyon et de Wilhelmsbad, et non de leur nature, qui est doctrinale.

2Après empfehlungswürdig, le copiste avait d’abord écrit sofern solcher ; il l’a barré et récrit à sa place, à la ligne suivante.

§. 6.

Unser Verein setzt das Daseyn von wissenschaftlichen Geheimnissen voraus, deren Kenntniß nicht einem Jeden nöthig oder nützlich, deren Mißbrauch möglich und gefährlich, und die von zu ehrwürdiger Natur sind, um sie der Verachtung bloßzustellen. Da man nun dergleichen Mysterien mit zum Gegenstand unserer Forschungen machen, müssen1 deßwegen unsere Verbindung selbst billig unbekannt bleiben, so wie solche durch bloße Nichterwähnung geschehen kann: so haben die Mitglieder über unsere Gesellschaft und deren Arbeiten ein bescheidenes und vorsichtiges Stillschweigen zu beobachten, bey vertraulichen Nachfragen aber sich also zu verhalten, daß er2 einerseits keinen unnöthigen Aufschluß ertheilt, andererseits kein falscher Verdacht gegen unsere reine und christlich gesinnte wissenschaftliche Maurervereinigung erregt werde. Ohne daß die Bekanntmachung heilsamer Wahrheiten gehemmt werden darf, deren Erforderniß von Zeit zu Zeit sich erneuert, sollen doch vornehmlich solche Dinge bedeckt bleiben, welche sich ihrer Natur nach nicht zu einem wissenschaftlichen Gemeingut eignen, oder deren Mittheilung ausdrücklich untersagt ist wird [sic]3. Zu letzterer Kategorie gehören an sich die überlieferten Ordensschriften, und einzelnes, was die Brüder einander unter dem Gebot des Stillschweigens eröffnen.

1müssen … unsere Verbindung : accord irrégulier (pluriel pour un sujet singulier) dans le manuscrit ; conservé tel quel. De même, man est suivi d’un verbe au pluriel (machen).

2daß er : le texte passe du pluriel (die Mitglieder) au singulier (er).

3untersagt ist wird : hésitation du copiste.

§. 7.

Alle Formen der Verbrüderung sollen möglichst kurz und einfach seyn. Die Benennung einzelner Gesellschaften von Brüdern, oder die ihrer Obern, wird nur aus Bedürfniß eines Ausdrucks gebraucht, an sich selbst aber als gleichgültig angesehen. Ueberall wo mehrere Brüder wohnen, wie dermalen zu Darmstadt, Frankfurt und Straßburg, bilden sie ein Capitel des Ordens der wohlthätigen Ritter der heiligen Stadt, welches mit den andern Capiteln1 durch Briefwechsel, je nachdem die Umstände ihn erfordern, in Verbindung bleibt. Der Vorsteher des Capitels (auch Prior), dessen Person durch Uebereinkunft mit Rücksicht auf Alter und Würde bestimmt wird, und welcher die gemeinschaftlichen Ordensregister in Verwahrung hat, verabredet mit den Brüdern die Stunden, in welchen sie sich von Zeit zu Zeit versammeln wollen. Der durchlauchtigste Eques a Cedro Libani ist Obervorsteher, Großprior oder Großmeister der erwähnten drey Capitel, welche gegenwärtig als eine eigene Provinz dieses Ritterthums anzusehen sind, und zusammen nur ein Ganzes ausmachen. Sein Coadjutor ist der durchlauchtigste Eques a Leone armato.

1Capiteln : le manuscrit emploie ici le signe abrégé double (deux signes de chapitre accolés), qui marque le pluriel ; développé.

§. 8.

Jedes Mitglied führt im Orden einen angenommenen Namen, erhält ein Wappen, und einen Denkspruch. Die Bestimmung dieser Stücke geht vom Großmeister der Provinz allein aus, der sich darüber, wenn er es nöthig findet, mit einem oder dem andern Mitgliede berathen wird. Jedem Mitglied wird auf sein Verlangen die vollständige Liste der wirklichen Br⸬1 und ihrer Ordensnamen zugestellt. Die Zeichnungen der Wappen, und alle Papiere, welche auf die Wahl und Aufnahme unserer Mitglieder, so wie auf das Ganze der Provinz Bezug haben, bleiben in Verwahrung des Großmeisters.

1Br⸬ : abréviation de Brüder (au § 9, de Bruder), suivie de quatre points disposés en carré, et non des trois points en triangle de la maçonnerie symbolique. Lecture vérifiée sur agrandissement (le brouillon lisait Ch.).

[p. 36]

§. 9.

Es steht jedem Br⸬ frey, ein neues Mitglied zur Aufnahme vorzuschlagen. Der Vorschlag muß durch eine kurze, gewissenhafte Angabe der Eigenschaften des Aspiranten, wenn selbe nicht schon hinlänglich bekannt sind, motivirt seyn, und geht durch den Vorsitzenden des Capitels an den Großmeister. Dieser veranlaßt eine Wahl, wozu er sowohl das Capitel des Proponenten, wenn dieses nicht sogleich mit demselben seine Stimme abgegeben hat, als die übrigen Capitel auffordert. Die Wahl geschieht durch geheimes Scrutinium mit Ja und Nein, dessen Resultat an den Großmeister von den entfernten Capiteln zu berichten ist. Der Aspirant, welcher durch Stimmenmehrheit zum Mitglied erwählt ist, wird in dem Capitel seines Wohnorts, oder auch nach Umständen in einem andern, von dem daselbst Vorsitzenden aufgenommen, und alsdann von seiner wirklichen Aufnahme den übrigen Capiteln unter Bemerkung seines Ordensnamens Nachricht ertheilt. Im Fall der Stimmengleichheit bey der Wahl steht dem Großmeister die Entscheidung zu, und zwar so, daß er an [die]1 bereits abgegebenen, ohnehin geheimen Stimmen nicht gebunden ist. Patente werden nicht ausgefertigt; dagegen hat sich ein Mitglied da, wo es persönlich unbekannt ist, durch andere Brüder zu legitimiren.

1an [die] : le copiste a ajouté an au-dessus de la ligne ; l’article semble omis.

§. 10.

Die Aufnahme geschieht folgendermaßen, wobey der Großmeister der Provinz oder sein Coadjutor die Verrichtungen in dem Capitel1 seines Wohnorts einem Stellvertreter übertragen kann. Das Capitel versammelt sich mit dem Aufzunehmenden. Die Mitglieder nehmen ihre Plätze ein; der Vorsitzende im Osten, der Aufzunehmende, seitwärts von ihm, im Norden, die übrigen Mitglieder im Westen und Süden ohne Unterschied. Auf dem Tische liegt eine am 1ⁿ Capitel des Evangeliums Johannis aufgeschlagene Bibel und ein bloßer Degen, auch steht dabey ein Crucifix oder einfaches Kreuz. Der Vorsitzende hält an den Aufzunehmenden ungefähr folgende Anrede:

„Sie2 sind auf den Willen Gottes durch die Wahl der Brüder zum Mitgliede des Ordens der wohlthätigen Ritter der heiligen Stadt ernannt worden. Wir freuen uns Ihrer Gemeinschaft, und wünschen Ihnen Segen zu Ihrem Vorhaben, mit uns auf den Wegen des Lichts und des Heils zu wandeln. Vor allen Dingen aber lassen Sie uns den Ewigen hiezu um seine Gnade anrufen.“

Die Versammlung erhebt sich, und der Vorsteher spricht folgendes Gebet:

Allmächtiger, ewiger Gott, Vater unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi und unser Vater, wir preisen dich, daß du durch dieses dein Wort, welches von Anfang war, und durch den Geist deines Mundes, dem gefallenen sterblichen Geschlecht wiederum den Weg eröffnet hast, zu dir, seinem heiligen Ursprung, zu gelangen. O sende herab auf uns Alle, und auf diesen Bruder insonderheit, deine Gnade und die Kraft deiner Wahrheit, auf daß unsere gemeinschaftlichen Arbeiten gesegnet seyen und wir in deinem Lichte das Licht sehen mögen. Erwecke in unsern Herzen den festen Glauben, der durch die Liebe thätig sey, und belebe das Geschäfte der Hoffnung in der Wahrheit, die zur Seligkeit leitet. Lehre uns erkennen unsere Bestimmung und deinen erhabenen Rath der Liebe über alle deine Creatur, und laß uns geheiligt und erleuchtet durch den Geist deiner Andacht und alles gewissen Verstandes, würdig werden, Gefäße der Liebe in deiner Hand zur Ausbreitung deines unvergänglichen Reichs zu seyn. Lege selber uns an die Waffen der geistlichen Ritterschaft, zu kämpfen den guten Kampf, und zu ringen nach der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, wo die Myriaden der Engel, und die Gemeine der Erstgebornen, und die Geister der vollendeten Gerechten, sich sammeln zu dem Mittler des neuen Testaments Jesu, der uns durch sein Blut erkauft hat zu einem priesterlichen Volk des Eigenthums, und in dessen Namen wir sprechen: Unser Vater ꝛc. ꝛc.3 Amen.

[p. 37]

Das Amen wird von allen Anwesenden wiederholt. Der Kanzler liest nunmehr bey sitzender Versammlung zum Unterricht des Candidaten über das Wesen und die Ordnung des Vereins und über seine Pflichten die vorstehenden 9 §§.4 der Statuten vor, oder läßt sie durch ein anderes Mitglied vorlesen. Hierauf spricht er, indem Alle aufstehen, zu dem Candidaten:

„Sind Sie bereit, diesen Gesetzen unsers Vereins auf Ihrer Seite nachzukommen, demnach alles dasjenige, was Ihnen als ein unverbrüchliches Geheimniß mitgetheilt wird, Niemand ohne Vorwissen und Bewilligung derer, von welchen Sie solches unmittelbar erhalten haben, zu eröffnen, sich überhaupt in Sachen dieses Ordens der geeigneten Verschwiegenheit, dann der Ausbreitung und Vertheidigung des wahren Christenthums, wie solches in heiliger Schrift gegründet, der Reinheit des Herzens und Wandels, der Wohlthätigkeit und aller christlichen Tugenden zu befleißigen, hingegen die Einmischung von fremden Zwecken in die Anstalten dieses Vereins, sonderlich von politischen, nach Kräften zu verhüten; so bestätigen Sie dieses auf Treu und Glauben durch einen Handschlag und ein aufrichtiges vernehmliches Ja! —“

Der Kanzler fährt fort:

„Man hat vordem den Grad eines Novizen zuerst ertheilt und ihm auf einen gewissen Zwischenraum der Zeit den eines Ritters, hierauf endlich die beyden Professionen folgen lassen. Da wir aber aus gerechtem Zutrauen zu Ihnen keine weitere Prüfung nöthig fanden, so werden Sie die beyden Grade des Ritterthums, dann die beyden Professionen, theils schriftlich, theils mündlich, zugleich oder bald nach einander mitgetheilt erhalten. Ich nehme daher keinen Anstand, Sie feyerlich zum Ritter der heiligen Stadt zu machen.“

Der Recipiend neigt seine Schultern gegen den Kanzler, und dieser ertheilt ihm mit dem auf dem Tische liegenden Degen den Ritterschlag über die rechte Schulter; auch kann diese Handlung durch Einen von dem sitzenden Kanzler vollzogen werden. Letzterer spricht dabey:

„Diesen Schlag giebt Ihnen ein Freund und Bruder, ertragen Sie keinen Angriff von einem Feind Ihrer wahren Glückseligkeit, ohne sich ritterlich zur Wehr zu setzen. Gedenken Sie aber auch bey diesem Ritterschlag, daß Sie erst dulden müssen, um wissen und wirken zu können.“

Er umarmt ihn und fährt fort:

„Unser hochwürdigster Großmeister verleiht Ihnen den Ordensnamen Eq. a . . . . , bey welchem Ihre Brüder Sie erkennen werden, zugleich das hier dargestellte Wappen (dieses geht an den Großmeister zurück) und den Denkspruch . . . . . Ferner empfangen Sie hier das Verzeichniß der Brüder Ritter der heiligen Stadt mit ihren Ordensnamen, worüber Sie Stillschweigen beobachten werden.

Dir aber, o ewige Weisheit, sey Lob und Dank ewiglich, und dein Friede mit allen unsern Schritten. Amen.“

Die Brüder wiederholen das Amen, sie wünschen dem Neuaufgenommenen Glück, und es erfolgt sodann die Vorlesung einer oder der andern Instruction, entweder des Novizen- und Rittergrads, oder sogleich der Professionen; wobey zwar einige Ordnung, aber keine strenge Vorschrift einzuhalten ist. Ueber die Aufnahme wird ein kurzes Protokoll geführt und von dem neuaufgenommenen Br⸬ mit seinem Civil- und Ordensnamen unterzeichnet, sofort, wenn die Aufnahme nicht im Capitel an dem Wohnort des Großmeisters vorgeht, abschriftlich an diesen [mot barré]5 eingesandt.

Diese Statuten werden nach ihrer Genehmigung sämmtlichen drey dermaligen Capiteln in Abschrift mitgetheilt, welche von dem Hochwürdigsten Großmeister unterschrieben und von einem Mitglied seines besondern Capitels contrasignirt sind. Sollten künftig Zusätze oder Abänderungen nöthig werden, so werden dieselben hiermit ausdrücklich vorbehalten.

F.6 15ʼ December 1848

1Capitel est écrit ici en toutes lettres, et non avec le signe.

2Ihr barré par le copiste, Sie écrit au-dessus.

3ꝛc. ꝛc. : le copiste renvoie au Notre Père sans le recopier.

4Chiffre 9 suivi d’un double signe de paragraphe, tracé comme deux ß bouclés : les neuf paragraphes qui précèdent le § 10.

5Mot de deux lettres barré par le copiste, illisible (eg ?) ; sans doute un faux départ de eingesandt.

6F. : initiale du copiste, Frater, ou Frankfurt ? À comparer avec les mentions finales des autres copies du 15 décembre 1848. Le 15 est suivi d’un petit trait en exposant (abréviation de -ten).

Notes et difficultés

1. Le document

Il s’agit d’une copie. Les statuts ont été copiés le 15 décembre 1848 (mention en bas de la p. 37), d’après l’autographe de Meyer (en-tête de la p. 34). La copie est en Kurrent. Le texte comprend dix paragraphes numérotés, suivis d’une clause finale non numérotée, séparée par un double trait. Il n’y a pas de § 11 sur la p. 37.

Répartition : p. 34-35, § 1 à 8 ; p. 36, § 9 et début du § 10 ; p. 37, suite du § 10 (lecture des statuts, engagement, accolade, remise du nom d’ordre, prière, procès-verbal) et clause finale.

2. Datation

Christianus a Cedro Libani est le prince Christian de Hesse-Darmstadt (1763-1830), Grand Maître provincial, mort à Darmstadt le 17 avril 1830 (Hessische Biografie, LAGIS), les statuts ont été rédigés au plus tard en avril 1830. Plusieurs indices orientent vers les années 1821-1830 :

  • les réceptions de Darmstadt et de Francfort (p. 9-10 du fonds) datent de 1821 ;
  • le § 7 et la clause finale mentionnent les trois chapitres « actuels » (dermalen, dermaligen) : Darmstadt, Francfort, Strasbourg ;
  • le mot vordem (« autrefois ») à la p. 37 renvoie à une pratique antérieure, où Novice, Chevalier et Professions étaient conférés séparément.

Le procès-verbal de juin 1821 (p. 9) constate qu’il n’existe alors dans la province aucun chapitre de l’Ordre en activité, et qu’aucun chapitre solennel de vêture ne peut donc être tenu. Les statuts supposent au contraire trois chapitres existants (Darmstadt, Francfort, Strasbourg). Ils sont donc postérieurs aux réceptions du 6 juin 1821 et antérieurs à la mort du prince Christian (avril 1830). Pour resserrer encore la fourchette, il faudrait savoir à quelle date a Cedro Libani est devenu Grand Maître de cet Ordre intérieur.

3. État de l’établissement du texte

  • § 4 (p. 34-35) : transcription et traduction désormais établies d’après les agrandissements. Lectures confirmées notamment : ritualen (forme ancienne de rituellen, conservée), die Kunde dieser, Ihre Thür, die nur dem Namen nach profan, auf eine Weise …, welche er … für angemessen erachtet, zu suchen und zu prüfen wünschen, so sind besonders wirkliche / Forscher willkommen (raccord avec la p. 35). Il ne reste aucun point douteux dans ce paragraphe.
  • En-tête de la p. 34 : Abschrift von Meyers Autographo etsi : etsi reste illisible ; le mot est signalé sans correction. Le titre se lit Statuten des Ritterthums der heiligen Stadt : le u porte le crochet du Kurrent, et non un tréma (vérifié sur agrandissement).

4. Lectures douteuses

  • p. 37 : le mot barré avant eingesandt (deux lettres, eg ?).
  • p. 37 : le F. devant la date (initiale du copiste, Frater ou Frankfurt).
  • § 6 : Da man nun dergleichen Mysterien mit zum Gegenstand unserer Forschungen machen, müssen deßwegen unsere Verbindung… : man est suivi d’un verbe au pluriel, et la subordonnée en Da est suivie de deux principales (müssen…, puis so haben…). Faute probable de l’original ou du copiste ; le sens reste clair.
  • p. 37 : Der Recipiend neigt seine Schultern : pluriel curieux, alors que l’accolade est donnée sur l’épaule droite. Conservé tel quel.

5. Options de traduction laissées ouvertes

  • § 10, prière : « vases d’amour » (retenu) ou « vases de charité » ; « Notre Père… » (retenu) ou « Notre Père, etc. ».
  • § 10 : Vorsitzende et Vorsteher rendus tous deux par « président » ; on peut distinguer « celui qui préside ».
  • p. 37 : hochwürdigst → « Très Révérend » (pour distinguer de durchlauchtigst → « Sérénissime »).
  • p. 37 : dulden → « endurer » (retenu, car « souffrir » rend déjà ertragen) ou « souffrir ».
  • p. 37 : Diesen Schlag giebt Ihnen ein Freund und Bruder → « C’est un ami et un frère qui vous donne ce coup » (retenu) ou, plus littéral, « Ce coup vous est donné par un ami et un frère ».
  • p. 37 : la question d’engagement est découpée en deux phrases ; on peut revenir à une seule période.

6. Remarques de lecture

  • p. 37 : aus gerechtem Zutrauen et um wissen und wirken zu können : lectures confirmées sur agrandissement. Pour wissen (et non wachsen), le début du mot est identique à celui de wirken (w suivi d’un i bref), et le milieu porte le double s long. Le couple « savoir et agir » répond au § 3 (recherche commune et tâche pratique).
  • § 10, prière : durch den Geist deiner Andacht : lecture confirmée sur agrandissement. deiner est un génitif objectif (la dévotion envers Dieu), rendu par « l’Esprit de dévotion envers toi ».
  • § 10, prière : Lehre uns erkennen : le long jambage descendant est celui du h, suivi de r et e. Tournure biblique (Ps 90, 12 : Lehre uns bedenken), distincte du laß uns qui suit.
  • § 5 : als gleichmäßig überlieferte Instructionen et le mot barré sofern solcher : voir les notes du texte allemand.
  • § 8 et § 9 : Br⸬ vérifié sur agrandissement dans les deux paragraphes.
  • § 9 : bereits abgegebenen, ohnehin geheimen Stimmen : lecture confirmée sur agrandissement (pluriel ; non seine … gehabte Stimme). Le secret du vote garantit la liberté de la décision du Grand Maître en cas d’égalité.
  • die vorstehenden 9 §§. : chiffre 9 et double signe de paragraphe (deux ß bouclés), même principe que le double signe du chapitre.
  • in Sachen dieses Ordens : le texte emploie ici Orden, ailleurs Verein ; la distinction est gardée (Ordre / association).
  • Vereins : chez ce copiste, e ressemble à n et r à a ; le mot se lit « V-n-a-n-i-n-s ».
  • Le s final rond ressemble à un d bouclé (Ordens, Großmeisters, seines).
  • Er umarmt ihn (et non ernennt) : arc du u sur la première lettre.

7. Tensions internes et cohérences du texte

Les lectures établies sur agrandissement ont levé plusieurs anomalies apparentes. Les tensions qui subsistent appartiennent à l’original ; la plupart s’expliquent par le mélange de deux ensembles de textes du Régime rectifié (voir le point 9).

  • Anomalies levées : au § 5, le texte ne dit pas que les Professions sont « de même nature » que les grades de Novice et de Chevalier, mais qu’elles ont été « pareillement transmises » (gleichmäßig überlieferte) ; au § 9, ohnehin geheimen Stimmen est cohérent (le secret du vote garantit la liberté de décision du Grand Maître) ; dans la prière, Lehre uns et laß uns sont deux verbes distincts, et Geist deiner Andacht est un génitif objectif ; le titre ne porte pas de tréma fautif.
  • Trois ou quatre grades symboliques : le § 2 réserve les images et les hiéroglyphes aux « trois grades symboliques », alors que le § 4 parle des « quatre grades symboliques » du système rectifié. Le § 1 explique l’écart : les trois grades de Saint-Jean, puis le grade écossais comme leur « suite symbolique ». Problème récurrent du Régime rectifié…
  • Association maçonnique ou non : le § 3 (Maurervereinigung) et le § 6 (wissenschaftliche Maurervereinigung) présentent l’association comme maçonnique ; mais le § 4 affirme qu’elle n’a rien d’autre en commun avec la maçonnerie rituelle que sa connaissance et son origine historique, et admet des personnes « profanes de nom » (die nur dem Namen nach profan), à qui les grades symboliques sont ensuite communiqués par écrit ; le § 5 refuse au Chevalier la qualité de membre d’une loge. Le mot « maçonnique » renvoie donc à l’origine et au système rectifié, non à l’appartenance à une loge.
  • Grade « purement nominal » et école théosophique : le § 1 qualifie le grade de chevalier de purement nominal et historique, le § 4 en fait une école théosophique. Le § 2 atténue la difficulté (le grade n’a rien de figuré en dehors de son nom), mais l’écart tient surtout à ce que la finalité doctrinale de la Profession est ici attribuée à toute la Chevalerie (voir le point 9).
  • Le Chancelier (Kanzler) apparaît soudain à la p. 37 : il lit les statuts, reçoit l’engagement et donne l’accolade. Le § 7 ne mentionne pourtant que le président (ou Prieur) et le président supérieur, et au § 10 c’est le président qui prononce l’allocution et la prière. Le texte ne dit pas si le Chancelier est un office distinct.
  • La liste des Frères : le § 8 (Liste der wirklichen Br⸬) et la p. 37 (Verzeichniß der Brüder Ritter) désignent les mêmes personnes par le même mot ; seule diffère la remise, « s’il le demande » au § 8, d’office lors de la réception à la p. 37.
  • L’accolade : « ne souffrez aucune attaque » (ertragen), puis « il vous faut d’abord endurer » (dulden), « pour pouvoir savoir et agir » (um wissen und wirken zu können). Le paradoxe est voulu ; les deux verbes français différents le préservent.
  • Points cohérents : les quatre points en carré de Br⸬ (§ 8 et § 9), distincts du triangle de la loge, s’accordent avec le § 5 (le Chevalier n’est pas membre d’une loge) ; le couple « savoir et agir » de l’accolade répond au § 3 (tâche pratique et recherche commune) et au § 4 (« chercher et éprouver ») ; les blasons conservés par le Grand Maître (§ 8 et p. 37) ; la lecture des « 9 §§ » précédents, qui confirme les dix paragraphes ; le coadjuteur a Leone armato (§ 7 et § 10) ; les titres du même personnage (Obervorsteher, Großprior, Großmeister, durchlauchtigst, hochwürdigst), que le § 7 donne comme équivalents.

8. Rapport avec le Régime rectifié d’origine

Le Régime rectifié distinguait deux ensembles de textes : le Code des Chevaliers Bienfaisants de la Cité Sainte, qui régit l’Ordre intérieur, et les statuts propres à la classe des Profès et Grands Profès (collège métropolitain) [références à compléter]. Ces statuts allemands mêlent les deux, ce qui est contraire à l’esprit du Régime et du Rite rectifiés. Le texte en porte plusieurs traces.

  • La finalité de la Profession attribuée à toute la Chevalerie : le § 4 définit la Chevalerie comme « une école théosophique au sens le plus large du mot » ; le § 3 fixe à tout Chevalier une « recherche commune dans les mystères de la sainte connaissance et de la science sacrée » ; le § 6 présuppose des « mystères de la science » dont la connaissance n’est pas utile à chacun et dont l’abus est dangereux. La recherche doctrinale (la chute, l’homme, l’univers, les anges, l’ontologie, l’eschatologie) est l’objet propre de la Profession ; elle devient ici la définition de l’Ordre entier [comparer avec le Code des CBCS et les statuts de la Profession].
  • La Profession traitée comme un grade : au § 5, la petite et la grande Profession « succèdent » au Novice et au Chevalier, comme des degrés annoncés ouvertement dans des statuts lus à chaque réception. À la p. 37, elles sont conférées à tout nouveau reçu, « ensemble ou à peu d’intervalle », faute de juger « nécessaire de vous éprouver davantage ». Le Régime rectifié les tenait au contraire pour une classe distincte et réservée [référence à compléter].
  • L’abandon de la progression : le § 4 permet de recevoir directement dans la Chevalerie des personnes « profanes de nom », à qui les quatre grades symboliques sont ensuite communiqués par écrit ; la loge et le grade écossais cessent d’être le chemin vers l’Ordre intérieur. Le § 5 sépare expressément le Chevalier de la loge. Dans le Régime rectifié, l’Ordre intérieur est au contraire l’aboutissement de la maçonnerie symbolique [référence à compléter].
  • Ce qui reste fidèle au Régime rectifié : le nom et la devise des Chevaliers Bienfaisants de la Cité Sainte (§ 2), accordés à la province au Convent de Wilhelmsbad ; la fondation sur le christianisme (§ 3) ; le refus du but templier (§ 2) ; le nom d’ordre, le blason et la devise personnels (§ 8) ; le rejet des fins politiques dans l’engagement (p. 37).

En résumé, les statuts conservent le cadre, le nom et le vocabulaire des CBCS, mais y versent la finalité et une partie des mystères propres à la Profession. Ils témoignent ainsi de l’évolution allemande de l’Ordre dans les années 1820, et non de l’organisation voulue par le Régime rectifié.

Traduction française

[p. 34]

Copie d’après l’autographe de Meyer [?]

J.M.J

Statuts de la Chevalerie de la Cité sainte.

§ 1.


La Chevalerie de la Cité sainte est issue du système templier de la franc-maçonnerie. Ce système ayant été aboli par le Convent de Wilhelmsbad en 1782, il fut au contraire établi qu’aux trois grades de Saint-Jean, ancien fondement de la maçonnerie, et au quatrième grade, plus récent, ou grade écossais, qui en est la suite symbolique, succéderait un grade de chevalier purement nominal et historique, destiné à introduire dans l’Ordre intérieur. Ce système est appelé celui de la franc-maçonnerie rectifiée, et il est reconnu dans notre association.

§ 2.

Le grade de chevalier n’a ni pour but la restauration de l’Ordre du Temple, but aboli pour toujours, ni pour rôle de présenter des images et des ombres de la sagesse, ce qui reste réservé aux trois grades symboliques. Ces hiéroglyphes sont considérés dans l’Ordre chevaleresque comme un manuel hérité de sages pères ; mais rien de figuré ne lui est propre, sinon son nom et ce qui s’y rattache. Ce nom s’explique plus précisément par la devise de l’Ordre, qui contient sa règle et qui s’énonce ainsi : Sumus equites benefici civitatis sanctae, religionis Christianae strenui defensores, fidem, spem et caritatem colentes (« Nous sommes les chevaliers bienfaisants de la Cité sainte, ardents défenseurs de la religion chrétienne, pratiquant la foi, l’espérance et la charité »). Le nom de Chevaliers Bienfaisants de la Cité sainte a été accordé en particulier, au Convent de Wilhelmsbad, à la province dont notre association est issue, et nous le conservons.

§ 3.

De même que toute la franc-maçonnerie rectifiée est fondée sur la connaissance du vrai christianisme, selon le contenu du document de la révélation israélite et chrétienne, de même un Chevalier de la Cité sainte doit, conformément à la règle susdite, prendre à cœur les prescriptions de cette règle et son but le plus excellent : pratiquer la foi, la charité et l’espérance, défendre et répandre avec courage et prudence la sublime religion de Jésus-Christ, et, avec patience et dans les bonnes œuvres, dans la confiance en l’unique Sauveur, aspirer sans relâche à la bourgeoisie de cette Cité éternelle où rien d’impur ne peut entrer1. Telle est sa tâche pratique, qui doit lui être facilitée, ennoblie et élevée par de sages dévoilements et par une recherche commune dans les mystères de la sainte connaissance et de la science sacrée. Notre association maçonnique n’a pas d’autre but, et tout ce que l’on y mêlerait d’une sagesse étrangère à ce but doit être exclu comme un ajout interdit.

§ 4.

Cette Chevalerie est donc, par sa destination, une école théosophique au sens le plus large du mot. En soi, et abstraction faite des rapports personnels de chacun de ses membres, elle n’a rien d’autre en commun avec la franc-maçonnerie rituelle que la connaissance de celle-ci, ainsi que l’origine historique. Sa porte doit certes être ouverte de préférence aux membres dignes de cet Ordre extérieur, ou à ceux qui en ont autrefois parcouru les grades symboliques. Mais d’autres personnes peuvent aussi y être reçues : celles qui ne sont profanes que de nom, mais qui sont d’une disposition morale purifiée et ont de l’inclination pour un tel savoir. Après leur réception effective dans la Chevalerie, les quatre grades symboliques de la franc-maçonnerie selon le système rectifié leur sont alors communiqués par écrit. Le président supérieur de notre association est prié de veiller à ce que cela se fasse de la manière qu’il jugera conforme à l’ordre légal de la franc-maçonnerie, quant au pouvoir de recevoir des maçons ou de conférer des grades. Comme nous souhaitons moins donner des mystères que les chercher et les éprouver, nous accueillons tout particulièrement les véritables [p. 35] chercheurs, capables de compléter l’idée dans une union fraternelle.

§ 5.

Le grade de chevalier se divise en deux sous-grades, celui de Novice et celui de Chevalier, pour lesquels des instructions écrites nous sont parvenues de l’époque des Convents de Lyon et de Wilhelmsbad. Qu’ils se rattachent expressément aux grades symboliques de la franc-maçonnerie tient à l’origine de notre institution ; le Chevalier de la Cité sainte, qui doit pour cette raison, selon le paragraphe précédent, connaître ces grades ou les recevoir, ne peut toutefois, en tant que tel, être considéré comme membre d’une loge, ni se prévaloir de cette qualité. Au grade de Novice et à celui de Chevalier succèdent une petite et une grande Profession [par lesquelles on devient Profès et Grand Profès], instructions qui nous ont été pareillement transmises. Le contenu de toutes ces communications, et d’autres encore, est recommandé à la réflexion de celui qui a été reçu, mais ne lie pas sa conviction, à moins qu’il ne repose sur les vérités inébranlables de la foi chrétienne ou sur des faits indéniables.

§ 6.

Notre association présuppose l’existence de mystères de la science2 dont la connaissance n’est pas nécessaire ni utile à chacun, dont l’abus est possible et dangereux, et qui sont d’une nature trop vénérable pour être exposés au mépris. Or, comme nous faisons aussi de ces mystères un objet de nos recherches, notre association elle-même doit pour cette raison rester, à juste titre, inconnue, ce qui peut se faire par le simple silence à son sujet. Les membres doivent donc observer, au sujet de notre société et de ses travaux, un silence modeste et prudent, et, lorsqu’on les interroge en confiance, se conduire de manière à ne donner, d’une part, aucune explication inutile, et à ne faire naître, d’autre part, aucun faux soupçon contre notre association maçonnique pure, chrétienne et vouée à la science. Sans que doive être empêchée la publication de vérités salutaires, dont le besoin se renouvelle de temps à autre, il faut cependant tenir particulièrement cachées les choses qui, par leur nature, ne se prêtent pas à devenir un bien commun de la science, ou dont la communication est expressément interdite. À cette dernière catégorie appartiennent en soi les écrits transmis de l’Ordre, et ce que les Frères se dévoilent les uns aux autres sous la loi du silence.3

§ 7.

Toutes les formes de la confraternité doivent être aussi brèves et simples que possible. La dénomination des diverses sociétés de Frères, ou celle de leurs supérieurs, n’est employée que par besoin d’une expression, mais elle est considérée en elle-même comme indifférente. Partout où résident plusieurs Frères, comme c’est actuellement le cas à Darmstadt, Francfort et Strasbourg, ils forment un chapitre de l’Ordre des Chevaliers Bienfaisants de la Cité sainte, qui reste en relation avec les autres chapitres par correspondance, selon que les circonstances l’exigent. Le président du chapitre (appelé aussi Prieur), qui est désigné d’un commun accord en tenant compte de l’âge et de la dignité, et qui a la garde des registres communs de l’Ordre, convient avec les Frères des heures auxquelles ils veulent se réunir de temps à autre. Le Sérénissime4 Chevalier a Cedro Libani est président supérieur, Grand Prieur ou Grand Maître des trois chapitres susmentionnés, qui doivent être considérés actuellement comme une province propre de cette Chevalerie, et ne forment ensemble qu’un seul tout. Son coadjuteur est le Sérénissime Chevalier a Leone armato.

§ 8.

Chaque membre porte dans l’Ordre un nom d’ordre, et reçoit un blason et une devise. Le choix de ces éléments appartient au seul Grand Maître de la province, qui en délibère, s’il le juge nécessaire, avec l’un ou l’autre des membres. Chaque membre reçoit, s’il le demande, la liste complète des Frères effectifs et de leurs noms d’ordre. Les dessins des blasons, ainsi que tous les papiers relatifs à l’élection et à la réception de nos membres, et à l’ensemble de la province, restent sous la garde du Grand Maître.

[p. 36]

§ 9.

Chaque Frère est libre de proposer un nouveau membre à la réception. La proposition doit être motivée par une indication brève et consciencieuse des qualités de l’aspirant, si elles ne sont pas déjà suffisamment connues, et elle est transmise au Grand Maître par le président du chapitre. Celui-ci fait procéder à une élection, à laquelle il invite aussi bien le chapitre de celui qui a fait la proposition, si ce chapitre n’a pas déjà donné son vote en même temps que la proposition, que les autres chapitres. L’élection se fait par scrutin secret, par oui ou par non ; les chapitres éloignés doivent en communiquer le résultat au Grand Maître. L’aspirant élu membre à la majorité des voix est reçu dans le chapitre de son lieu de résidence, ou, selon les circonstances, dans un autre, par celui qui y préside ; on donne ensuite avis de sa réception effective aux autres chapitres, en indiquant son nom d’ordre. En cas d’égalité des voix lors de l’élection, la décision appartient au Grand Maître, sans qu’il soit lié par les voix déjà exprimées, qui sont de toute façon secrètes. Il n’est pas délivré de patentes ; en revanche, là où il n’est pas connu personnellement, un membre doit se faire reconnaître par d’autres Frères.

§ 10.

La réception se fait de la manière suivante, le Grand Maître de la province ou son coadjuteur pouvant confier à un suppléant les fonctions à remplir dans le chapitre de son lieu de résidence. Le chapitre s’assemble avec le récipiendaire. Les membres prennent leurs places : le président à l’orient ; le récipiendaire à côté de lui, au nord ; les autres membres à l’occident et au midi, sans distinction. Sur la table sont posées une Bible ouverte au premier chapitre de l’Évangile de Jean et une épée nue ; à côté se trouve aussi un crucifix ou une simple croix. Le président5 adresse au récipiendaire à peu près l’allocution suivante :

« Selon la volonté de Dieu, vous avez été nommé, par l’élection des Frères, membre de l’Ordre des Chevaliers Bienfaisants de la Cité sainte. Nous nous réjouissons de la communion qui nous unit à vous, et appelons la bénédiction sur votre projet de marcher avec nous dans les voies de la lumière et du salut. Mais avant toutes choses, invoquons à cette fin la grâce de l’Éternel. »

L’assemblée se lève, et le président prononce la prière suivante :

« Dieu tout-puissant et éternel, Père de notre Seigneur et Sauveur Jésus-Christ, et notre Père, nous te louons de ce que, par ta Parole que voici6, qui était au commencement, et par l’Esprit de ta bouche, tu as rouvert à la race mortelle déchue le chemin pour parvenir jusqu’à toi, son origine sainte. Ô fais descendre sur nous tous, et sur ce Frère en particulier, ta grâce et la force de ta vérité, afin que nos travaux communs soient bénis et que, dans ta lumière, nous voyions la lumière. Éveille dans nos cœurs la foi ferme, qui soit agissante par la charité, et ranime l’œuvre de l’espérance dans la vérité qui conduit à la béatitude. Enseigne-nous à connaître notre destination et ton sublime conseil7 d’amour sur toutes tes créatures, et fais que, sanctifiés et éclairés par l’Esprit de dévotion envers toi et de toute pleine intelligence, nous devenions dignes d’être dans ta main des vases d’amour pour l’extension de ton règne impérissable. Revêts-nous toi-même des armes de la chevalerie spirituelle, pour combattre le bon combat et tendre vers la cité du Dieu vivant, la Jérusalem céleste, où les myriades d’anges, l’assemblée des premiers-nés et les esprits des justes parvenus à la perfection se rassemblent auprès du Médiateur de la nouvelle alliance, Jésus, qui nous a rachetés par son sang pour faire de nous un peuple sacerdotal qui lui appartienne, et au nom duquel nous disons : Notre Père… Amen.8 »

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L’Amen est répété par tous les assistants. Le Chancelier, l’assemblée étant assise, lit alors au candidat, pour l’instruire de la nature et de l’ordre de l’association et de ses devoirs, les neuf paragraphes précédents des statuts, ou les fait lire par un autre membre. Puis, tous se levant, il dit au candidat :

« Êtes-vous disposé à observer pour votre part ces lois de notre association ? C’est-à-dire : ne dévoiler à personne rien de ce qui vous sera communiqué comme un secret inviolable, sans l’aveu et le consentement de ceux de qui vous l’aurez directement reçu ; vous appliquer en général, dans les affaires de cet Ordre, à la discrétion convenable, puis à l’extension et à la défense du vrai christianisme, tel qu’il est fondé dans l’Écriture sainte, à la pureté du cœur et de la conduite, à la bienfaisance et à toutes les vertus chrétiennes ; empêcher au contraire, de tout votre pouvoir, que des fins étrangères, surtout politiques, ne s’immiscent dans les établissements de cette association. Confirmez-le donc sur votre foi et honneur par une poignée de main et par un Oui sincère et intelligible ! »9

Le Chancelier poursuit :

« On conférait autrefois d’abord le grade de Novice, puis, après un certain intervalle de temps, celui de Chevalier, et l’on faisait enfin suivre les deux Professions. Mais comme, par une juste confiance en vous, nous n’avons pas jugé nécessaire de vous éprouver davantage, les deux grades de la chevalerie, puis les deux Professions vous seront communiqués, en partie par écrit, en partie de vive voix, ensemble ou à peu d’intervalle l’un de l’autre. Je n’hésite donc pas à vous faire solennellement Chevalier de la Cité sainte. »

Le récipiendaire incline les épaules vers le Chancelier, et celui-ci, avec l’épée posée sur la table, lui donne l’accolade sur l’épaule droite ; cet acte peut aussi être accompli par un autre membre, le Chancelier restant assis10. Ce dernier dit en même temps :

« C’est un ami et un frère qui vous donne ce coup : ne souffrez aucune attaque d’un ennemi de votre vraie félicité sans vous défendre en chevalier. Mais souvenez-vous aussi, en recevant cette accolade, qu’il vous faut d’abord endurer pour pouvoir savoir et agir. »

Il l’embrasse et poursuit :

« Notre Très Révérend Grand Maître vous confère le nom d’ordre d’Eques a . . . . , sous lequel vos Frères vous reconnaîtront, ainsi que le blason représenté ici (celui-ci retourne au Grand Maître) et la devise . . . . . Recevez en outre ici la liste des Frères Chevaliers de la Cité sainte avec leurs noms d’ordre, sur laquelle vous garderez le silence.

Mais à toi, ô éternelle Sagesse, louange et action de grâces à jamais, et que ta paix accompagne tous nos pas. Amen. »

Les Frères répètent l’Amen et félicitent le nouveau reçu. On procède ensuite à la lecture de l’une ou l’autre instruction, soit celle du grade de Novice et de Chevalier, soit directement celle des Professions. On y observe un certain ordre, mais sans règle stricte. Il est dressé de la réception un bref procès-verbal, que le Frère nouvellement reçu signe de son nom civil et de son nom d’ordre. Si la réception n’a pas lieu dans le chapitre du lieu de résidence du Grand Maître, ce procès-verbal lui est aussitôt envoyé en copie.

Ces statuts, après leur approbation, seront communiqués en copie à chacun des trois chapitres actuels. Ces copies sont signées par le Très Révérend Grand Maître et contresignées par un membre de son chapitre particulier. Au cas où des additions ou des modifications deviendraient nécessaires à l’avenir, elles sont expressément réservées par les présentes.

F. [?], le 15 décembre 1848.

1Cf. Ap 21, 27.

2Dans la langue du Régime rectifié, la « science » (Wissenschaft) désigne la science divine, et non la science au sens moderne. Wissenschaftlich est donc rendu par « de la science » plutôt que par « scientifique » (de même au § 3 : « la science sacrée »).

3La traduction lisse le passage du pluriel au singulier (die Mitglieder … er) signalé dans le texte allemand.

4durchlauchtigst : titre réservé aux princes, rendu par « Sérénissime ».

5Vorsitzende et Vorsteher sont tous deux rendus par « président ».

6« par ta Parole que voici » = durch dieses dein Wort : la Bible ouverte sur la table, au premier chapitre de Jean (Jn 1, 1).

7Rath → « conseil », « dessein » étant réservé à Rathschluß.

8Citations : Jn 1, 1 ; Ps 33, 6 ; Ps 36, 10 ; Ps 90, 12 ; Ga 5, 6 ; 1 Th 1, 3 ; Col 2, 2 ; 1 Tm 6, 12 ; He 12, 22-24 ; 1 P 2, 9.

9La longue période allemande est découpée en deux phrases ; on peut revenir à une seule période (« à ne révéler… à vous appliquer… à empêcher… »).

10durch Einen von dem sitzenden Kanzler : tournure elliptique, traduite d’après le sens ; la lecture des mots est sûre. « Ce dernier » (Letzterer) désigne le Chancelier, qui prononce les paroles dans tous les cas.

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